von Maria Trögel

Ada Lovelace Festival 2018 - ideas to change the world

von Maria Trögel

ideas to change the world

Das Ada Lovelace Festival versteht sich als eins der führenden europäischen Events, um Frauen aus der Informatik- und Technologiebranche zusammen zu bringen. Es stellt sich zum Ziel eine einzigartige Plattform für Professionals und Young Professionals zu schaffen und die neuesten Branchentrends, Forschungsergebnisse und Erfolgsgeschichten von Frauen in der IT zu thematisieren.

In diesem Jahr hatte ich die große Freude unter dem Motto „ideas to change the world“ als Speaker beim Ada Lovelace Festival 2018 einen Workshop zu „Postdigitale Perspektiven – Entdeckung einer unbekannten Zukunft“ durchzuführen.  Es war eine großartige und energiereiche Runde. Allen Teilnehmenden gilt mein Dank für Einlassen, Entwerfen, Befragen und Beantworten, Teilen, Resonieren und für anregendes Feedback im Workshop.

In einem ersten Schritt tauchten wir ein in eine durchdigitalisierte Welt, in einen Lebensalltag, in dem Digitalität gegenwärtig ist. Eingeschwungen in diese Realitäten blickten wir nach vorn und fragten uns, was sind jetzt die Themen, die uns aufregen und die unsere Gesellschaft bewegen. Und es zeigte sich wieder einmal, dass die Frage nach den gesellschaftlichen Leitdifferenzen nach einer Phase der digitalen Transformation Kreativität und Inspiration freisetzt und gleichzeitig den Blick auf die aktuelle Phase der digitalen Transformation verändert.

Diese Erfahrung stieß eine Diskussion an, wie es überhaupt möglich wird, Zukunft zu beschreiben. Eine Teilnehmerin bewegte z.B. die Frage, wie wir mit Blick auf die durchdigitalisierte Welt über Szenarien aus dem Science-Fiction-Genre hinausgelangen können. Wie schaffen wir es, bereits Gedachtes und Beschriebenes loszulassen? Gerade das zeigt mir, wie lohnenswert es sein kann mit Zeit eine zweite Runde zu drehen: nach all dem, was sich zuerst zeigt… was taucht noch auf? Was könnte uns jetzt bewegen?

Und wenn wir darauf schauen, welche Herausforderungen Menschen und Gesellschaft in einer postdigitalen Zeit bewegen… dann lassen sich für heutige Anforderungen der Digitalisierung womöglich andere Antworten finden. Es entstehen neue Perspektiven darauf, an welchen Stellen es mutige Schritte in unbekannte Welten braucht und an welchen Stellen es wichtig ist, Bisheriges zu bewahren und weiterhin zu sichern. Wo gestaltet sich unsere Gesellschaft  resilient und an welchen Stellen ist sie eher offenporig?

Sehr passend finde ich in diesem Zusammenhang, was Yuval Noah Harari in seinem neuesten Buch schreibt: „Wenn Ihnen jemand die Welt beschreibt, wie sie Mitte des 21. Jahrhunderts aussehen wird, und es wie Science-Fiction klingt, dann ist es vermutlich falsch. Aber wenn Ihnen jemand die Welt Mitte des 21. Jahrhunderts beschreibt und es nicht nach Sience-Fiction klingt – dann ist es mit Sicherheit falsch. Wie genau die Veränderungen aussehen werden, können wir nicht mit Sicherheit sagen, nur dass Veränderung selbst die einzige Gewissheit sein wird.“

… und dass diese Veränderungen in Kommunikation entstehen.